Hamburger Abendblatt

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Bericht vom 04.03.2019:

Fischbeks Handballer verschenken Sieg mit letztem Wurf

günther bröde
 

Tabellenführer der Hamburg-Liga spielt gegen Alstertal-Langenhorn nur Unentschieden. Konkurrenten rücken näher.

Neugraben. Die Enttäuschung stand den Handballern des TV Fischbek ins Gesicht geschrieben. Kreisläufer Jan-Malte Augustin saß nach dem 27:27 (12:16)-Unentschieden gegen den SC Altertal-Langenhorn (SCALA) auf der Spielerbank und hatte den Kopf in die Händen gestützt. Mit diesem Punktverlust hatten sie nicht gerechnet. Die Fischbeker gaben den Sieg obendrein mit dem letzten Wurf aus der Hand: Mats Manthe versemmelte einen berechtigten Siebenmeter nach der regulären Spielzeit.

Auf den Punkt brachte es ihr Trainer Marius Kabuse: „Im Grunde hat sich nichts geändert“, sagte er. „Wir müssen weiter jedes Spiel gewinnen. Dann haben wir am Ende eben nur einen Punkt Vorsprung statt zwei und werden immer noch Meister und steigen in die Oberliga auf“, so die Rechnung des Fischbeker Trainers. Klingt ein bisschen trotzig, aber genauso ist es. Dass die Konkurrenz um die Meisterschaft in der Hamburg-Liga schwächelt, darf kaum erwartet werden. Das hatte der neue Tabellenzweite HTV/BW96 Handball bereits unter der Woche mit einem überragenden 41:29 gegen den AMTV Hamburg II deutlich gemacht.

So enttäuschend das Remis gegen SCALA auch war, an Spannung war dieses Spiel nicht zu toppen. Der Gegner präsentierte sich unerwartet stark, die Fischbeker Handballer hatten große Mühe, den Anschluss zu halten. Als Tim Kappel in der 23. Minute zum 11:12 traf, schien sich das Blatt zugunsten der Heimmannschaft zu wenden, doch derselbe Spieler traf danach nur den Torpfosten, Timon Strankmann scheiterte am gegnerischen Torhüter und Jan-Malte Augustin erlaubte sich einen Fangfehler am Kreis. So ging es mit vier Toren Rückstand in die Pause.

Der Vorsprung für die Gäste wäre um einiges höher ausgefallen, wenn Fischbeks Torwart Azeez Oyewusi nicht einmal mehr eine Topleistung abgerufen hätte. Er bügelte mit seinen Paraden so manchen Fehler seiner Vorderleute aus und setzte mit zwei Paraden in Folge auch nach dem Wiederbeginn die ersten positiven Akzente. „Die Aufholjagd beginnt“, verkündige TVF-Ligamanager Jens Kabuse nach 19:24 durch Marek Struß. Oyewusi glänzte erneut bei zwei Paraden und tatsächlich kämpften sich die Fischbeker heran. Aber es war ein Kraftakt und auch nach dem 25:26 durch Mats Manthe war die Aufholjagd noch nicht zu Ende. Erst zwei Minuten vor Schluss traf Vito Clemens zum 27:27. Sechs Tore waren aufgeholt, 40 Sekunden vor Schluss der letzte Fischbeker Angriff. Mats Manthe wird umgehauen. Marius Kabuse nimmt 15 Sekunden vor Schluss eine Auszeit.

Jan-Malte Augustin scheitert vor dem gegnerischen Tor, die Zeit ist um, aber es gibt noch einen Siebenmeter für Fischbek. Fünf Strafwürfe hatte Mats Manthe schon verwandelt – diesmal hält der SCALA-Keeper den Ball. Nicht nur deshalb beginnt Marius Kabuse nach Spielschluss sein Statement mit den Worten „Selbst Schuld“. „Wir haben 50 Minuten lang nicht zu unserem Spiel gefunden. Jetzt haben wir einen Punkt weniger Luft im Aufstiegskampf.“

( gb )

Bericht vom 12.02.2019:

TV Fischbek will sich in der Oberliga etablieren

Günther Bröde

Handballer gewinnen Spitzenspiel der Hamburg-Liga gegen Barmbek und beenden ihre englische Woche mit drei Erfolgen.

Fischbek.  Nach dem Erfolg im Viertelfinale des Hamburger Handballpokals gegen den Oberligisten AMTV Hamburg haben die Männer des TV Fischbek in der Hamburg-Liga nachgelegt und auch das Spitzenspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek II mit 32:27 (16:11) gewonnen. Damit haben sie ihre sogenannte englische Woche mit drei Siegen in drei Spielen erfolgreich abgeschlossen.

„Einen ganz wichtigen Sieg“, nannte Ligamanager Jens Kabuse den Erfolg gegen die nun viertplatzierten Barmbeker. Kabuse: „Wir haben sieben Spieltage vor Saisonende zwei Punkte Vorsprung und müssen gegen keinen Gegner aus dem Führungsquartett mehr antreten.“ Demgegenüber müssen die unmittelbaren Verfolger vom HT Norderstedt und der HTS/BW 96 Handball noch gegeneinander spielen.

Jens Kabuse nahm den Sieg gegen Barmbek II zum Anlass, die mehr als 300 Handballfans in der Arena Süderelbe über die Zukunftspläne der Fischbeker Handballabteilung zu informieren. „Wir haben entschieden, dass wir im Fall eines Aufstiegs diesen auch wahrnehmen werden“, verkündete er. Und schob gleich die Nachricht hinterher, dass der Verein mit dem Trainerduo Marius Kabuse/Thorsten Siemens um ein Jahr verlängert habe. Allerdings würden sich die Schwerpunkte in der Trainingsarbeit in Zukunft verschieben, sagte Kabuse später auf Nachfrage.

Trainergespann Marius Kabuse und Thorsten Siemens verlängert um ein Jahr

Thorsten Siemens, der Co-Trainer der Ligamannschaft bleibt, solle sich zukünftig als Trainer der Zweiten Herren vorrangig darum kümmern, dass diese Mannschaft für Handballtalente zum Sprungbrett in die Oberliga wird. „Wir wären nach dem Aufstieg der einzige Verein im Hamburger Süden, der in der Oberliga spielt. Das sollte doch für jedes Handballtalent von Buxtehude bis Wilhelmsburg Anreiz genug sein, sich uns anschließen“, hofft Kabuse auf eine Sogwirkung, die ein Aufstieg der Ersten Herren in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auslösen soll. Er hofft natürlich auch auf den positiven Zuspruch, den die gerade zu Ende gegangene Handball-Weltmeisterschaft bereits ausgelöst hat.

„Wir haben einen jungen Trainer und spielen einen modernen Handball“, wirbt Jens Kabuse für seinen Verein, in dem er jetzt auch ein attraktives Umfeld für leistungsorientierte Handballer schaffen will. Unbedingt erreichen will Jens Kabuse, dass der TV Fischbek sein Image als sogenannte Fahrstuhlmannschaft ablegen kann. „Wir wollen uns langfristig in der Oberliga etablieren. Damit die neue Spielklasse allerdings zu keinem Wagnis wird, brauchen wir noch ein bis zwei Sponsoren.“ Geld an die Spieler werde der TV Fischbek auch weiterhin nicht zahlen, so Kabuse, aber ein Trainingslager – gern auch mal im Ausland – wolle man seinen Spielern schon gern anbieten können.

Zweite Herren soll mittelfristig zum Sprungbrett für Talente werden

Für den Rest der Saison gelte es nun, an den Strukturen im Umfeld zu arbeiten. „Sportlich dürfen wir auf keinen Fall den Fehler machen, unsere zukünftigen Gegner zu unterschätzen“, mahnt Jens Kabuse, auch wenn diese allesamt nicht zu den Spitzenmannschaften der Hamburg-Liga gehörten. Was zuletzt gegen die HG Hamburg-Barmbek II ganz gut gelungen ist. In der 18. Minute brachte der Treffer zum 7:6 durch Sören Siemens den TV Fischbek auf die Siegerstraße. Von diesem Zeitpunkt an ging es nicht mehr um die Frage, ob die Fischbeker das Spiel gewinnen würden, sondern nur noch um die Höhe des Erfolgs.

„Wir standen in der ersten Halbzeit in der Abwehr richtig gut und haben konsequent die Barmbeker Chancen zunichte gemacht. Im Angriff haben wir allerdings zu viele Chancen vergeben“, sagte Trainer Marius Kabuse, der das Pokalspiel zwei Tage zuvor aus gesundheitlichen Gründen noch verpasst hatte.

Zwei-Punkte-Vorsprung soll bis Saisonende verteidigt werden

In der zweiten Halbzeit kamen die Gäste nie näher als auf vier Tore heran. Unter dem Jubel der Fans erzielte der TV Fischbek in dem vielleicht wichtigsten Ligaspiel der Saison einen nie gefährdeten Sieg mit fünf Toren Differenz. „Wir haben heute einen wichtigen Schritt gemacht. Jetzt wollen wir den Platz an der Sonne bis zum Schluss behaupten“, sagte Marius Kabuse. Nächster Gegner ist am kommenden Sonnabend auswärts die SG Hamburg-Nord II (9. Platz).

Die Tore gegen Barmbek: Marek Struß (6), Vito Clemens (5), Mats Manthe (5/3), Jan-Malte Augustin, Timo Ott (je 4), Marcel Kahns (3/1), Jonas Deelmann, Tim Latendorf (je 2) und Sören Siemens (1)


Bericht vom 09.02.2019:

TV Fischbek wirft Oberligisten aus dem Pokal

Günther Bröde
 

Hamburg-Ligist gewinnt Viertelfinale gegen AMTV Hamburg. Sonnabend Spitzenspiel gegen HG Hamburg-Barmbek II.

Fischbek.  Eigentlich sollte das Pokalspiel ja nur eine willkommene Möglichkeit zur Vorbereitung auf das kommende Spitzenspiel in der Hamburg-Liga sein. Doch dann kam es ganz anders. Mit 28:25 (12:12) setzten sich die Handballer des TV Fischbek im Viertelfinale des Wettbewerbs um den Hamburger Verbandspokal gegen den eine Klasse höher spielenden Oberligisten AMTV Hamburg durch und stehen jetzt im Halbfinale um den Hamburg-Pokal.

„Etwas überraschend konnten wir gegen den Oberligisten anfangs gut mithalten und waren dann im weiteren Verlauf des Spiels sogar überlegen. Am Ende hätten wir sogar noch höher gewinnen können“, sagte Teammanager Jens Kabuse. Ein Torhüter Azeez Oyewusi, dem Kabuse das Prädikat „Weltklasse“ verleiht, eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein breit aufgestellter Kader seien die Grundlage für diesen Pokalerfolg gewesen.

Dreimal gingen die Fischbeker, die ohne ihren erkrankten Trainer Marius Kabuse auskommen mussten, mit drei Toren in Führung, doch zur Pause waren die Gäste auf 12:12 herangekommen. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Spiel: Wieder gingen die Fischbeker in eigener Halle in Führung, sahen Mitte der zweiten Halbzeit beim Stand von 19:15 schon wie der sichere Sieger aus. Aber natürlich musste weiter mit dem klassenhöheren Gegner gerechnet werden, der 90 Sekunden vor Schluss auch tatsächlich auf 26:25 herangekommen war. Doch Marcel Kahns und Sören Siemens – nach einer Zeitstrafe für Jonas Deelmann sogar in Unterzahl – konnten noch zweimal nachlegen.

„Jetzt blicken wir mit ganz viel Zuversicht auf unser Heimspiel am Sonnabend gegen die HG Hamburg-Barmbek II“, sagte Jens Kabuse. Der Gegner ist der Tabellendritte der Hamburg-Liga, in der die Fischbeker mit 23:5 Punkten den Spitzenplatz einnehmen, gefolgt vom HT Norderstedt (23:7) und Barmbek II (ebenfalls 23:7 Punkte).

Beide Verfolger haben aber schon ein Spiel mehr absolviert und müssen noch gegeneinander und gegen den Vierten HTS/BW 96 antreten. Der TVF hat es damit praktisch selbst in der Hand, in diesem Jahr die Meisterschaft zu gewinnen und damit in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein aufzusteigen.

„Wir haben gegen den AMTV gezeigt, dass wir in der höheren Liga kein Kanonenfutter wären“, sagte Jens Kabuse, warnt aber auch vor zuviel Optimismus: „Selbst wenn wir Sonnabend gewinnen, ist die Meisterschaft noch nicht entschieden.“

( gb )

Bericht vom 06.11.2018:

TV Fischbek legt eine Schippe drauf

Günther Bröde

Spitzenreiter der Handball-Hamburg-Liga gewinnt 36:25 gegen den TH Eilbeck. In der zweiten Pokalrunde geht es nach Ellerbek.

Fischbek.  Ihr zweites Heimspiel in Folge haben die Handballer des TV Fischbek in der Hamburg-Liga gewonnen. Aufsteiger TH Eilbeck wurde mit einer 25:36 (15:19)-Niederlage auf die Heimreise geschickt.

Ihrem Ruf als Favoritenschreck wurden die Gäste nur eine Viertelstunde gerecht. Nach dem 9:9 setzte sich das Team von Trainer Marius Kabuse durch viele Tempogegenstöße bis zur Pause auf 19:15 ab und zog nach dem Seitenwechsel weiter davon. Fischbek profitierte von seiner „breiten Bank“, während die Gäste ersatzgeschwächt antraten und ihnen nach und nach die Kräfte ausgingen. Bei den Eilbekern gehörte Daniel Pohlmann, der neun Jahre das Fischbeker Trio getragen hatte, mit vier Toren zu den stärksten Akteuren.

„Wir konnten sogar noch eine Schippe drauflegen“, sagte Kabuse zur Leistung der zweiten Halbzeit. Mit sechs Treffern zeichnete sich Vito Clemens als bester Werfer aus, auf jeweils fünf Tore brachte es mit Robert Mitleider, Marek Struß und Marcel Kahns ein Trio. Für die geschlossene Mannschaftsleistung der Fischbeker spricht auch, dass alle Feldspieler mindestens ein Tor erzielten. Jonas Deelmann, der zuletzt nicht mitmachen konnte, verlieh dem Mittelblock zusätzlich Stabilität.

Alle Feldspieler erzielen ein Tor, Vito Clemens sogar sechs

In der Hamburg-Liga geht es am Sonnabend für den ungeschlagenen Tabellenführer aus Fischbek (12:2 Punkte) weiter mit dem Auswärtsspiel beim SC Alstertal-Langenhorn (6:6/7. Platz).

In der zweiten Runde des Hamburger Handballpokals treffen die Fischbeker auswärts auf den Landesligisten TSV Ellerbek II. Die Landesliga-Männer der SG Wihelmsburg spielen beim Bezirksligisten Eimsbütteler TV. Alle 16 Partien der zweiten Runde müssen bis 5. Dezember ausgetragen werden.

( gb )

Bericht vom 02.10.2018:

TV Fischbek geht als Tabellenführer in die Herbstpause

Günther Bröde
 

Mit einem 30:19 gegen den Barmstedter MTV erobern sich die Handballer aus dem Hamburger Süden die Spitze in der Hamburg-Liga

Neugraben.  Die Handballer des TV Fischbek sind nach ihrem klaren 30:19 Sieg vom Wochenende Tabellenführer in der Hamburg-Liga. Trainer Marius Kabuse hatte den Gegner Barmstedter MTV zuvor als sehr unangenehm eingestuft. Doch tatsächlich hielten die Gäste in der Arena Süderelbe nur in der ersten Halbzeit dagegen, als sie vor allem das Spiel verschleppten. So ging es nur mit 13:9 in die Pause. Am Ende stand dann aber der klare Heimsieg.

Vor allem die eigene Chancenverwertung des TV Fischbek ließ bis zur Pause zu wünschen übrig. „Dann gelang es uns aber immer besser, den Gegner zu Ballverlusten zu zwingen oder zu frühen Würfen zu verleiten. Stück für Stück haben wir Barmstedt in der zweiten Halbzeit unser Spiel aufgezwungen“, sagte Marius Kabuse. Und die Fischbeker kamen endlich auch zu den so genannten einfachen Toren und lagen zehn Minuten nach dem Seitenwechsel mit 20:10 in Führung.

„Das war unsere stärkste Phase“, sagte Marius Kabuse, der die nun anstehende Ligapause nutzen will, nach drei Siegen und einem Unentschieden mit der Mannschaft weiter am gemeinsamen sportlichen Ziel zu arbeiten. Kabuse: „Wir haben bereits eine gute Entwicklung genommen, wollen uns aber ständig spielerisch verbessern.“

Während die Liga bereits am 13. Oktober weitergeht, müssen die Fischbeker erst eine Woche später, am 21. Oktober, wieder ran, dann auswärts beim Tabellenzweiten HG Hamburg-Barmbek II, der bis dahin nach Punkten noch aufschließen kann.

Bester Fischbeker Werfer gegen Barmstedt war wieder Linksaußen Marek Struß mit sieben Treffern. Fünf Tore warf Jan-Malte Augustin.

( gb )

Bericht vom 25.09.2018:

TVF Fischbek gewinnt 31:18 gegen St. Pauli

Günther Bröde
 
 

Neugraben.  Einen ungefährdeten Erfolg haben die Handballer des TV Fischbek in der Hamburg-Liga bei der Zweiten Herren des FC St. Pauli gefeiert. Lautstark unterstützt von etwa 30 Fans, die ihre Mannschaft in die Halle an der Budapester Straße begleitet haben, kamen sie zu einem klaren 31:18 (14:10)-Auswärtssieg.

Tim Latendorf, Jan-Malte Augustin und Marek Struß warfen ihr Team schnell mit 3:0 in Führung. Die Abwehr ließ fünf Minuten lang keinen Gegentreffer zu. Nach gut einer halben Stunde betrug der Vorsprung bereits sieben Tore. Dann ließ das Team von Trainer Marius Kabuse allerdings die Zügel schleifen. St. Pauli II kam drei Minuten vor der Pause auf 12:9 heran. In die Halbzeit ging es mit einem 14:10-Vorsprung. Ein 5:0- und ein 6:0-Lauf in Durchgang zwei sorgten allerdings schnell wieder für klare Verhältnisse und ein am Ende deutliches Ergebnis. Bester Werfer war wieder Marek Struß mit sieben Treffern, davon zwei verwandelte Siebenmeter.

Am Sonnabend um 18:30 Uhr trifft der TV Fischbek in eigener Halle erneut auf einen Aufsteiger. Mit dem Barmstedter MTV erwartet Marius Kabuse allerdings einen stärkeren Gegner als zuletzt St. Pauli II.

( gb )

Bericht vom 17.09.2018:

Fischbek schickt Norderstedt ohne Punkte nach Hause

Günther Bröde
 

Hamburg-Liga-Handballer schaffen mit einem überraschend deutlichen 29:21 den ersten Saisonsieg.

Fischbek.  Zweites Spiel, erster Sieg. Nach dem Unentschieden zum Saisonauftakt in Halstenbek gewannen die Handballer des TV Fischbek ihr erstes Heimspiel in der Hamburg-Liga gegen das HT Norderstedt mit 29:21 (13:9). Deutlicher als sie erwartet hatten. In der vergangenen Saison war dieses Duell noch ein Kampf auf Biegen und Brechen gewesen, der mit einem 24:24-Unentschieden ohne Sieger geblieben war.

Nach einem erneuten Kopf-an-Kopf-Rennen sah es vor 100 Zuschauern in der Arena Süderelbe auch dieses Mal aus. Aber nur eine Viertelstunde lang bis zum 6:6. Dann hatte Linksaußen Marek Struß während einer Auszeit seinem Trainer Marius Kabuse offensichtlich besonders gut zugehört und warf sein Team mit drei Treffern in Serie, davon einem Siebenmeter, mit 9:6 in Führung (21. Minute). Er war am Ende mit zehn Toren auch der beste Torschütze. „Nach der Auszeit hat die Mannschaft das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Marius Kabuse.

Nächste Aufgabe ist am Sonnabend bei Aufsteiger FC St. Pauli II zu lösen

Mit einer 13:9-Führung ging es in die Pause. Danach ließen die Fischbeker nichts mehr anbrennen. Auch eine Knie-Verletzung des zur zweiten Halbzeit eingewechselten Torhüters Sven Tobuschat brachte die Gastgeber nicht vom Erfolgskurs ab. Treffer um Treffer bauten sie den Vorsprung langsam, aber sicher aus. Am Ende war es ein Heimsieg mit acht Toren Differenz. Außer den Torhütern Azeez Oyewusi und Tobuschat sowie Mats Manthe waren sämtliche TVF-Spieler am Torewerfen beteiligt. Jan Niclas Kessler brachte es auf sechs Treffer, Tim Latendorf auf drei.

Sein nächstes Punktspiel bestreitet der TV Fischbek am Sonnabend bei Aufsteiger FC St. Pauli II. Anpfiff ist um 16 Uhr in der Halle Budapester Straße. „Die bisherigen Ergebnisse waren nicht überzeugend. Allerdings ist St. Pauli ein Aufsteiger und wir wissen nicht, was uns erwartet“, so Trainer Kabuse.

( gb )

Bericht vom 15.09.2018:

Fischbeks Handball-Recken wollen den ersten Saisonsieg

Günther Bröde

Trainer Marius Kabuse und sein Team gehen als Mitfavorit in die neue Spielrunde in der Hamburg-Liga. Am Sonnabend kommt ein Dauerrivale

Neugraben.  Etwas ärgerlich fand Marius Kabuse das 33:33 (18:18) seines TV Fischbek zum Saisonauftakt in der Handball-Hamburg-Liga in Halstenbek beim HTS/BW. In der letzten Viertel-stunde war eine Drei-Tore-Führung verspielt worden. „Wir waren in der zweiten Halbzeit besser, haben aber für zehn Minuten den Spielfluss verloren“, sagte der neue Trainer vor seiner Heimpremiere. Am Sonnabend um 18.30 Uhr steht er erstmals in der Arena Süderelbe gegen den Dauerrivalen HT Norderstedt an der Seitenlinie.

Als Tabellendritte der Vorsaison ge-hen die Handballmänner des TV Fisch-bek – ob sie wollen oder nicht – als Mitfavoriten die neue Saison. Welches Ziel sie sich selbst gesteckt haben, wollen sie nicht nach außen tragen. Zu oft schon sind sie in den vergangenen Jahren hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Und jetzt hat mit Marius Kabuse einer der Leistungsträger der vergangenen Jahre die Verantwortung als Trainer übernommen. Damit fällt er als Spieler aus. Unterstützt wird der Sohn von Ligamanager Jens Kabuse durch Thorsten Siemens, neuer Co-Trainer des TV Fischbek.

Marius Kabuse ist nicht der einzige Spieler, der den Handballern in der höchsten Hamburger Spielklasse in der neuen Saison fehlen wird. Peter Misiak fehlt nach Knie-OP. Der beste Werfer der vergangenen Jahre, Aleksej Kiselev, hat Probleme mit der Schulter hat, die langfristig auskuriert werden müssen. Beide werden für viele Wochen, wenn nicht gar die halbe Saison, zu ersetzten sein. Doch es gibt auch Verstärkungen: Mit Jonas Deelmann von der HG Hamburg-Barmbek ist ein Kreisläufer zum TV Fischbek gestoßen, der auf Erfahrungen in der ehemaligen Regionalliga (heute Dritte Liga) verweisen kann. Nach einer Handballpause wieder Lust auf Leistungssport bekommen hat Rückraumspieler Mats Manthe, der vor seiner Auszeit beim TuS Lübeck in der Oberliga spielte. Zurückgekehrt vom Oberligisten SV Beckdorf ist mit Vito Clemens ein wurfgewaltiger Rückraumspieler. Zum Saisonauftakt in Halstenbek waren Deel-mann und Clemens mit je sechs Tref-fern die besten Werfer des TV Fischbek.

Aus der Zweiten Herren hochgezogen hat Marius Kabuse Rückraumspieler Tim Kappel, aus der eigenen Jugend des Vereins rücken Torwart Maurice Men-sing und Rückraumspieler Tammes Gröhler in die Ligamannschaft auf.

Den Ausfall von Torjäger Aleksej Kiselev soll seine Mannschaft mit spielerischen Mitteln kompensieren und besonders Vito Clemens und Tim Latendorf immer wieder in Wurfposition bringen. Marius Kabuse: „Wir sind jetzt breiter aufgestellt.“ Und auch mental besser eingestellt, ist sich Marius Kabuse sicher. Zuletzt fehlte es dem TV Fischbek häufig an der nötigen Nervenstärke, wenn es in einem Spiel eng wurde.

In der intensiven Vorbereitung mit einem Kurz-Trainingslager in Dänemark hat Marius Kabuse viel ausprobiert und einstudiert. In den Testspielen mussten sich die Fischbeker nur dem Oberligisten VfL Fredenbeck geschlagen geben. Alle anderen Tests wurden gewonnen, wie das eindeutige 54:22 gegen Landesligist Buxtehuder SV, das 27:25 gegen die HSG Horst/Kiebitzreihe aus der Schleswig-Holstein-Liga oder das 29:23 gegen die Oberligamannschaft des FC St. Pauli.

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison kommt am Sonnabend mit HT Norderstedt ein Dauerrivale in die Arena Süderelbe. Dort spielt mit Philipp Wöhler auch ein früherer Fischbeker.

Marius Kabuse: „Ich erwarte ein knappes Spiel. Zwischen diesen Mannschaften ging es – egal in welcher Liga – immer heiß her. Wir wollen aber unbedingt im ersten Heimspiel unseren ersten Sieg holen.“